12 | 08 | 2020

Vatikanische Instruktion „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde“

Die Kleruskongregation im Vatikan hat am 20.07. eine Instruktion mit dem Titel "Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche" veröffentlicht. Dabei geht es um die Bedeutung und die Aufgaben der Pfarreien, aber auch um das Verhältnis zwischen Priestern und Laien. Die Instruktion greift in die aktuellen Strukturprozesse in den Bistümern und Pfarreien ein und wird kontrovers diskutiert. 

Den Text der Instruktion sowie erste Stellungnahmen stellen wir hier zum Download zur Verfügung.

Vatikanische Instruktion „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde“ 

Stellungnahme von Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg

Stellungnahme des Mainzer Bischofs Kohlgraf

Stellungnahme des Osnabrücker Bischofs Dr. Bode  

Neues von der Bistumsreform

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage!

Die lang erwartete Antwort aus Rom auf Anfragen einer Laien- und einer Priestergruppe unserer Diözese hinsichtlich der Art und Weise, wie Ergebnisse der Synode umgesetzt werden sollten, hat ein geteiltes Echo gefunden. Von Ernüchterung bis Erleichterung, von Enttäuschung bis Freude ist die ganze Bandbreite von Emotionen unter Haupt- und Ehrenamtlichen spürbar. Klar ist eines: Wenn auch die Erkenntnisse und Bewertungen der Bistumssynode - auch aus römischer Sicht - zweifelsohne ihre Berechtigung haben, vieles von dem, was umgesetzt werden sollte, kommt so jetzt (noch) nicht. Die 35 Pfarreien der Zukunft sind (so) vom Tisch! Die Knackpunkte sind: Es kann (soll) mehr als nur 35 Priester in Leitungsfunktionen (kanonische Pfarrer) geben. Dann: Die Leitung einer Pfarrei gleichberechtigt im Team (in dem auch zwei Ehrenamtliche mitwirken) ist nach römischer Deutung vom Kirchenrecht so nicht gedeckt. Des Weiteren: Die räumliche Ausdehnung der geplanten Pfarreien wird kritisch gesehen, ebenso die Geschwindigkeit des Umsetzungsprozesses. Schließlich: Die vorgesehene Position des Rates der Pfarrei (als Gremium Ehrenamtlicher im Pendant zum Leitungsteams) wird ebenfalls abgelehnt. Begründung: Gremien in der kath. Kirche sind von ihrer Funktionsweise nicht mit Parlamenten zu vergleichen. Sie haben lediglich beratendes Mandat, und können den Pfarrer an ihre Entscheidungen nicht binden. Soweit in Kurzfassung die Einschätzungen (Einschränkungen) aus Rom. Wer fragt, bekommt Antwort.

Wie geht es weiter? „Wir verzichten auf einen starken Schnitt und setzen eher auf eine behutsame Entwicklung“, so bringt Generalvikar Plettenberg die Ergebnisse der Beratungen als Reaktion auf die römischen Rückmeldungen auf den Punkt. Nun steht die Idee im Raum, die bestehenden Pfarreiengemeinschaften (bistumsweit insgesamt 172) zu neuen Pfarreien zu fusionieren. In unserem Dekanat entstünden demzufolge (anstatt einer) vier neue Pfarreien (mit jeweils pfarrlichen Gremien vor Ort), nämlich Mayen, Mendig, Nachtsheim und Langenfeld, die zu einem Seelsorgeraum gehören werden. Zum aktuellen Vorschlag gehört aktuell die Überlegung die pastorale Entwicklung überpfarrlich auf der Ebene des Seelsorgeraumes (Dekanates) voranzubringen. Auch die wirtschaftliche Steuerung (ähnlich dem jetzigen Kirchengemeindeverband) wäre dort angesiedelt. Wie gesagt, erste Überlegungen! Weitere sollen zügig, aber mit der gebotenen Achtsamkeit folgen, sodass nach den Ferien Grundlinien einer Struktur erkennbar sein werden, welche dann in einem nächsten Schritt mit Rom abzustimmen sind. Es darf in diesem so nötigen Prozess der Kirchenentwicklung längerfristig nicht Gewinner oder Verlierer geben. Wir wollen uns nicht zerstreiten, wohl um den richtigen Weg ringen. In der Einheit gestärkt aus diesem „Geburtsvorgang“ hervorgehen, das wünsche ich mir, und darum bete ich auch!

Ihr Pastor M. Veit

Weitere Informationen auf der Homepage des Bistums unter: https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/weitergehen-im-sinne-der-einheit-im-bistum/

Eilmeldung! Trierer Bischof muss geplante Diözesanreform überarbeiten

Auf Grund der Bedenken der Kleruskongregation muß Bischof Ackermann das Gesetz zur Umsetzung der Bistumsreform umfangreich überarbeiten. Näheres entnehmen Sie bitte der Homepage des Bistums. Mit dem Klick auf untenstehenden Link verlassen Sie die Homepage der Pfarreiengemeinschaft und gehen zur Internetpräsentation des Bistums.

https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/dem-auftrag-der-synode-gerecht-werden-bedenken-rechnung-tragen/

Gespräche im Vatikan stehen an

Prüfung der Umsetzung der Synodenergebnisse zur Pfarreienreform geht in nächste Phase

Trier/Rom – Die Prüfung der Umsetzung der Synodenergebnisse zur Pfarreienreform durch die römische Kleruskongregation und den Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte ist so weit fortgeschritten, dass nun die erbetenen persönlichen Gespräche mit den zuständigen Stellen anstehen. Das hat der Präfekt der Kleruskongregation, Beniamino Kardinal Stella, Bischof Stephan Ackermann auf Nachfrage mitgeteilt.
Nun soll ein Gesprächstermin in Rom vereinbart werden, sobald es die Situation aufgrund der Corona-Krise zulässt, teilte Ackermann mit. Auch habe der Präfekt ihm signalisiert, im Vorfeld des Gesprächs zentrale Punkte der Prüfung zu benennen, damit eine Vorbereitung auf das Gespräch möglich ist.
Alle Informationen zur Synodenumsetzung im Bistum Trier und zur Aussetzung durch die römische Kleruskongregation sind unter www.herausgerufen.bistum-trier.de zu finden.

Mitteilung des Bistums Trier am 8.5.2020

Kein Start der neuen Pfarreien zum 1.1.2020

 Rom setzt Umsetzungsgesetz zur Überprüfung aus

Am 21. November hat Bischof Dr. Stephan Ackermann die Nachricht erhalten, dass die römische Kleruskongregation entschieden hat, den Vollzug des „Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016“ auszusetzen, damit der Päpstliche Rat für die Interpretation der Gesetzestexte eine sorgfältige Durchsicht und Prüfung des Gesetzes durchführen kann. Auslöser war die Beschwerde einer Priestergemeinschaft bei der Kleruskongregation. Zudem liegt dem Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte der Antrag einiger Gläubiger aus dem Bistum vor, die Übereinstimmung des Umsetzungsgesetzes mit dem universalen Kirchenrecht zu prüfen.

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Treffen mit dem neuen Leitungsteam

Am 1.1.2020 startet die neue Pfarrei Mayen. Nicht nur mit einem neuen Namen, einer neuen größeren Abgrenzung, sondern auch mit neuen Personen an der Spitze. Das Leitungsteam der neuen Pfarrei, die die jetzigen Pfarreiengemeinschaften Mayen, Mendig, Langenfeld, Nachtsheim und die Pfarrei Rieden umfasst, besteht aus 5 Personen. Die 3 Hauptamtlichen stehen fest, die beiden ehrenamtlichen Mitglieder des Leitungsteams werden Anfang 2020 gewählt.

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Wahl des "Rat der Pfarrei"

Der Wahltermin wurde durch den Bischof aufgehoben!!!!

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Stellungnahme er Räte aus Kehrig zur Bistumsreform

Liebe Pfarrangehörige!

Sie wissen sicherlich schon aus diversen Verlautbarungen und Berichten in den Medien, dass unser Bistum gerade dabei ist, eine große Reform der Pfarrgemeinden umzusetzen. Das bedeutet ganz konkret, dass wir ab Januar 2020 zu der Großpfarrei Mayen gehören werden, wie auch 22 andere Pfarreien von Wanderath bis Mendig und Rieden bis Kehrig. Das Hauptargument von Trier ist: Wir müssen uns der Realität stellen, dass es immer weniger Priester gibt! Nun löst man das aber nicht dadurch, dass man den Mangel verwaltet.

Aber, das ist nicht unsere einzige Sorge. Vielmehr nimmt man diese Neuordnung der Gemeinden zum Anlass, eine umfassende Verwaltungsreform umzusetzen. Langjährige Erfahrungen und großes Engagement der ehrenamtlich Agierenden vor Ort werden über Bord geworfen, um alles zentral „unter einen Hut“ zu bringen. Die Vermögen der einzelnen Kirchengemeinden werden dabei an die neue Großpfarrei übertragen, weshalb einige Pfarreien in ihren Stellungnahmen von „Enteignung“ sprechen. Fest steht: Die Entfremdung der Gläubigen mit der Institution Kirche wird rapide zunehmen.

Wir, Ihr Verwaltungs- und Pfarrgemeinderat der katholischen Kirchengemeinde St. Kastor und Katharina, haben uns frühzeitig gegen diese Reform in der jetzigen Form ausgesprochen.

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Ich bin dann mal weg

In Anlehnung an das Buch von Hape Kerkeling über seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg verabschiedet sich der Pfarrgemeinderat von St. Clemens zum Ablauf der Legislaturperiode von Ihnen.
Zum einen endet unsere vierjährige Amtszeit im November 2019, zum anderen werden wir laut Gesetz zur Umsetzung der Synodalversammlung der letzte Pfarrgemeinderat von St. Clemens gewesen sein.
Eine Wiederwahl in der bisherigen Form wird es nicht geben.
Wir haben in unserer Stellungnahme im Rahmen der Anhörung zu dem besagten Gesetz den Vorhaben umfänglich widersprochen und ziehen vor allem aufgrund der Art und Weise der Umsetzung der Trierer Synode, den kommunikativen Unzulänglichkeiten und des Umgangs mit langjährig aktiven Ehrenamtlern seitens des Bistums die Konsequenzen.
Wir werden für deren neue Gremien in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen.
Ungeachtet davon werden wir weiter als Christen aktiv sein.
Jesus Christus ist mit uns auf dem Weg. Er geht mit uns, wohin der Weg auch führt.
In diesem Sinne bedanken wir uns für Ihr Vertrauen und bedanken uns ausdrücklich bei unseren Vorgängern für ihr vielfältiges Engagement.