12 | 08 | 2020

2. Sonntag in der Osterzeit

Was uns heute im Evangelium erzählt wird, das geschieht schon 1 Woche nach der Auferstehung.
Die Frauen haben Jesus gesehen. Und die 2 Freunde, die weggegangen waren nach Emmaus, die hatten sogar mit Jesus gegessen. Auch einige der anderen Jünger hatten Jesus getroffen.

Hört Euch an, was dann geschieht:

 

Ausmalbild zum Evangelium vom Bistum Köln

  

Thomas will die Verletzungen von Jesus anfassen.

Jesus war von den Toten auferstanden.
Aber die Freunde konnten immer noch nicht richtig glauben,
dass Jesus lebt.

8 Tage nach Ostern waren alle Freunde von Jesus zusammen.
Nur einer fehlte. Das war Thomas. Thomas war nicht da. .
Weil die Soldaten und Politiker Jesus umgebracht hatten.
Die Freunde schlossen alle Türen ab.

Plötzlich kam Jesus.
Jesus stellte sich mitten unter seine Freunde.
Jesus sagte zu seinen Freunden:

Friede soll mit euch sein.

Dann zeigte Jesus seinen Freunden seine Hände. Und Jesus zeigte seine Herz-Seite.
Die Freunde konnten die Verletzungen von der Kreuzigung sehen. Da freuten sich die Freunde. Weil es Jesus wirklich war.
Jesus sagte noch einmal:

Friede soll mit euch sein.

Gott hat mich zu den Menschen geschickt.
Damit ich den Menschen von Gott erzähle.
Jetzt schicke ich euch genauso zu den Menschen.
Wie das Gott bei mir gemacht hat.

Jesus hauchte seine Freunde an.
Dazu sagte Jesus:

Das ist der Atem von Gott. Das ist die Kraft von Gott.
Die Kraft von Gott ist der Heilige Geist. Ihr bekommt den Heiligen Geist.
Mit dieser Kraft könnt ihr den Menschen die Sünden vergeben.
Bringt Friede zu den Menschen.

Später kam Thomas dazu.
Jesus war wieder weg gegangen.

Die Freunde sagten:
Wir haben Jesus gesehen.

Thomas sagte:
Das kann gar nicht sein. Jesus ist tot.
Ich glaube nicht, dass Jesus da war. Ich glaube das nur, wenn ich Jesus sehe. Und wenn ich Jesus anfassen kann. Und wenn ich die Verletzungen von der Kreuzigung sehe.

Nach einer Woche waren wieder alle Freunde versammelt. Thomas war diesmal auch dabei. Alle Türen waren wieder abgeschlossen.

Da kam Jesus.
Jesus stand wieder mitten unter seinen Freunden.
Jesus sagte:
Friede soll mit euch sein.

Dann ging Jesus zu Thomas.
Jesus zeigte Thomas seine Hände. Thomas konnte die Verletzungen an den Händen sehen.

Jesus sagte zu Thomas:

Hier sind meine Hände.
Fass meine Hände mit deinen Fingern an.

Jesus zeigte auch seine Herz-Seite. Thomas konnte die Verletzung an der Herz-Seite  ehen.

Jesus sagte zu Thomas:

Streck deine Hand aus. 
Fass meine Herz-Seite an.
Dann kannst du glauben, dass ich es bin.

Thomas war völlig überrascht.
Thomas sagte voller Freude:

Du bist wirklich Jesus. Mein Herr. Und mein Gott. 

Jesus sagte zu Thomas:

Du glaubst jetzt.
Weil du mich gesehen hast.
Andere Menschen können mich nicht sehen.
Und glauben trotzdem, dass ich lebe.
Diese Menschen dürfen sich freuen. 

Jesus hat noch viel, viel mehr getan.
Das kann man alles gar nicht aufschreiben.
Aber einige Sachen haben seine Freunde aufgeschrieben.
Damit wir glauben, dass Jesus wirklich von Gott kommt.
Dass Jesus der Sohn von Gott ist.
Damit wir selber auch das Leben von Gott bekommen.
Und uns freuen.

Quelle: https://www.evangelium-in-leichter-sprache.de/

    

Zum Nachdenken:

Momentmal. Die Freunde von Jesus hatten immer noch Angst?

Aber Jesus war doch auferstanden! Alles war so, wie Jesus gesagt hatte… Gott ist stärker als alle Politiker und Soldaten, Gott ist stärker als der Tod! Offenbar konnten sie das immer noch nicht richtig glauben….. Haben sie sich auch wirklich nicht getäuscht? Da kommt Jesus zu ihnen. Und damit sie ihn wirklich nicht verwechseln können, zeigt er ihnen die Wunden in seinen Händen und an seiner Seite von der Kreuzigung. Das konnte wirklich nur Jesus sein. Jetzt waren sie überzeugt.

Nur Thomas nicht. Der war grade nicht dabei. Er hat Jesus verpasst. Und Thomas sagt: „Ich glaube nur, was ich mit meinen Augen gesehen und mit meinen Händen angefasst habe.“ Ja, kann man gut verstehen. So unglaublich war das ja, dass Jesus auferstanden sein soll von den Toten!

Eine Woche später sind sie wieder zusammen. Und da kommt Jesus wieder zu ihnen. Obwohl die Türen zugeschlossen sind.
Diesmal ist Thomas da. Jesus weiß genau, was der Thomas gesagt hat. Jesus zeigt dem Thomas seine Wunden. So wie Thomas das wollte. Jesus will auch, dass Thomas die Wunden anfasst, damit Thomas wirklich glauben kann. Aber da war Thomas schon ganz überzeugt, dass wirklich Jesus da ist. Thomas sagt etwas ganz Schönes zu Jesus: „Mein Herr und mein Gott!“ Denn Thomas hat verstanden: Wo Jesus ist, da ist Gott da!

Jesus sagt „Du glaubst jetzt, weil du sehen und berühren konntest. Die anderen Menschen können nicht sehen, dass ich lebe, aber sie glauben trotzdem. Diese Menschen dürfen sich freuen.“

 Wer darf sich freuen? Na, Ihr! Ihr könnt Jesus nicht so sehen, wie Thomas ihn gesehen hat. Und ihr glaubt trotzdem, dass Jesus auferstanden ist.

Etwas hat Jesus uns aber gegeben, damit wir ihn trotzdem anfassen können: Wenn wir in der Kirche zusammen Mahl halten, das Heilige Brot empfangen, dann können wir Jesus anfassen. Er hat gesagt: Das ist mein Leib für Euch.
Das ist die Kommunion. Nun weiß ich, dass viele von Euch noch nicht zur Kommunion gehen. Die Einen, weil sie noch zu jung für die Kommunionvorbereitung sind. Und die anderen, weil ihr Weißer Sonntag in diesem Jahr leider verschoben werden musste. Seid nicht traurig, Euer Fest wird kommen!

Aber wisst Ihr was? Jesus hat gesagt: Wo 2 oder 3 in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen. Habt ihr mal mitgezählt, wie viele wir grade sind? Und in SEINEM Namen sind wir doch zusammen. Dann könnt ihr in allen, die jetzt miteinander beten, Jesus spüren, und anfassen. Gott ist da, wo Du bist.

Und noch etwas können wir tun: Wir können das Brot miteinander teilen. Das ist nicht die Kommunion, aber es ist trotzdem Gemeinschaft. Das wollen wir gleich miteinander tun. Brot teilen und dabei miteinander und mit Jesus Gemeinschaft sein. Macht ihr mit?

Petra Licht, Gemeindereferentin

Quelle: https://www.sanktmatthias.de/

 

 

 

  

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