31 | 03 | 2020

Gebete und Fürbitten in Corona Zeiten

Unsere Krankenhausseelsorgerin Mechthild Peters hat einige Gebetstexte zur Thematik Corona zusammengestellt. 

Coronagebet

Du, unser Gott,
 was wir bisher weit weg von uns glaubten
 hat uns erreicht:
 ein Virus, das so bedrohlich ist,
 dass es die gewohnte Ordnung im Land durcheinanderbringt
 und unser Leben spürbar einschränkt.
 Viele von uns haben Angst vor dem,
 was noch werden kann.
 Viele wissen nicht, wie sie schaffen sollen,
 was nun verlangt ist.
 Viele bangen um ihre wirtschaftliche Existenz.
 Gott,
 alles ist so ungewohnt,
 und wir können nicht einmal mehr zusammenkommen,
 um uns im Gottesdienst stärken zu lassen.

Wir denken an die Infizierten,
 die in Quarantäne warten,
 was auf sie zukommt:
 Lass sie den Beistand erhalten,
 den sie brauchen.
 Wir bitten dich für die Erkrankten,
 die um ihr Leben kämpfen müssen:
 Halte deine Hand schützend über sie
 und bewahre denen, die sie behandeln und die sie pflegen
 ihre Kraft und Menschlichkeit.

Wie gut,
 dass so Viele ihr Wissen einsetzen,
 um das Virus zu bekämpfen:
 Lass ihre Erkenntnisse allen Menschen zugutekommen,
 und gib denen, die jetzt entscheiden müssen,
 wie es weitergeht,
 Weisheit, Mut und einen Blick für die,
 deren Leben sich dadurch ändert.

Gott, stärke den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft,
 weite unseren Blick für die,
 die uns gerade jetzt brauchen,
 und lass uns über die Sorge um das eigene Leben
 nicht die vergessen,
 die schlimmer dran sind,
 die keine Hilfe erfahren,
 die an den Grenzen Europas um ihr Überleben kämpfen.
 Bring uns in dieser Krise zur Einsicht
 für das, was im Leben wirklich zählt,
 und weck in uns Kräfte zum Guten.

 Sylvia Bukowski in www.reformiert-info.de

Coronagebete

Gott der Menschen
Die Zeit, die wir erleben, verändert unser Leben.
Ganz Selbstverständliches kann zur Zeit nicht sein.
Wir spüren Unsicherheit und auch Angst.
Daher bitten wir Dich:
Bleibe uns nahe mit deinem Segen und Deinem Schutz.
Wir empfehlen Dir alle, die krank sind.
Wir empfehlen Dir besonders auch die, die isoliert sein müssen
in unseren Kliniken und Heimen.
Sei bei den alten Menschen und bei denen, die einsam sind.
Segne die Frauen und Männer,
die für unsere alten und kranken Menschen da sind.
Stärke uns alle in dem Vertrauen, dass Du bei uns bleibst
in guten wie in schweren Tagen.
Auf Dich setzen wir unsere Hoffnung.
In Deiner Hand sind wir geborgen.
Amen.

Josef Schmitt

Das Gebet wurde ausgelegt von der katholischen und evangelischen Klinikseelsorge am Kemperhof

 


 

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung. 
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern. 
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind. 
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht. 
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können. Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit. 
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.

 

Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir.

Danke

Johannes Hartl auf der Homepage des Erbistums Köln

Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie

Jesus,
unser Gott und Heiland,
in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt kommen wir zu Dir und bitten Dich:

  • für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;
  • für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;
  • für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;
  • für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und weltweit, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;
  • für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;
  • für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;
  • für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;
  • für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren.

Herr, steh uns bei mit Deiner Macht,
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen.
Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander. Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.
Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben.

Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind,
um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren,
so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.

Wir stehen in der Fastenzeit.
In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt,
die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und
die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen.

Gott, unser Herr, wir bitten Dich:
Gib, dass auch diese Fastenzeit uns die Gnade schenkt, unseren Glauben zu vertiefen
und unser christliches Zeugnis zu erneuern,
indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen
und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel.

Sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.

Gebet von Bischof Dr. Stephan Ackermann
Bistum Trier

Gebete aus kirche-im-hr-1.de

Gebet von Beate Hirt, der katholischen hr-Senderbeauftragten, das sie selbst jeden Tag um 12 und um 18 Uhr betet

Guter Gott,
die Corona-Krise macht uns Angst. Solch eine Situation hatten wir noch nie.
Auf der ganzen Welt werden Menschen deswegen krank.
Und noch viel mehr bleiben zu Hause oder auf Abstand zueinander, um sich nicht anzustecken mit dem neuen Virus.
Ich bitte dich: Steh uns bei in dieser Situation.
Sei bei den Kranken und den Risikopatienten und bei allen, die sich um sie kümmern.
Hilf uns, gelassen zu bleiben.
Hilf uns, Solidarität zu zeigen mit denjenigen, die wir jetzt besonders schützen müssen.

Guter Gott,
lass diese Corona-Krise bald vorübergehen.
Und schenke uns jetzt Mut und Zuversicht.
Amen.


Heidrun Dörken, die evangelische hr-Senderbeauftragte in unserem ökumenischen Team, findet folgendes Gebet aus der United Church of Christ besonders tröstlich. Hier eine Übersetzung ins Deutsche

O Gott, es gibt vieles, das ich nicht weiß. Es gibt vieles, das ich nicht durchschaue. Es gibt vieles, das ich nicht in der Hand habe.

Wenn ich mich ohnmächtig fühle, will ich einmal tief durchatmen und darauf vertrauen, dass ich nicht das Ganze bewältigen muss, sondern das tun kann, was mein Part ist.

Wenn ich verunsichert bin, will ich einmal tief durchatmen und darauf vertrauen, dass ich nicht alleine bin und dass unsere Weisheit gemeinsam reicher ist.

Wenn ich Angst habe, will ich einmal tief durchatmen und darauf vertrauen, dass ich nicht aus Gottes Nähe herausfalle, sondern dass Gottes Geist mir nahe ist.

Was ich weiß, ist: Mein Leben und meine Liebe und meine Würde reichen so viel weiter als das, was ich leisten oder tun kann.

Was ich sehen kann, ist: Nach jedem Winter kommt der Frühling und neues Leben wächst aus dem kalten Erdboden.

Was ich kann, ist tief durchatmen und dieser Welt Liebe einflößen, die sie so dringend braucht.

"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen." (1. Korinther 13,13)

Nicht vergessen: Für andere sorgen. Vorsicht walten lassen. Vertrauen stärken. Den Glauben behalten!

Fürbitten des Lutherischen Weltbundes zu Corona

O Gott, unser Heiland, zeige Dein Erbarmen für die ganze Menschheitsfamilie, die gerade in Aufruhr ist und beladen mit Krankheit und Angst. Höre unser Rufen, o Gott:
G: Höre unser Gebet.

Komm uns zur Hilfe nun, da sich der Coronavirus auf der ganzen Erde ausbreitet. Heile die, die krank sind, unterstütze und beschütze ihre Familien, Angehörigen und Freunde vor Ansteckung. Höre unser Rufen, o Gott:
G: Höre unser Gebet.

Schenk uns deinen Geist der Liebe und Besonnenheit, auf dass wir zusammenwirken, um die Ausbreitung des Virus und seine Wirkungen einzuschränken und zum Erliegen bringen zu können. Höre unser Rufen, o Gott:
G: Höre unser Gebet.

Mach uns wach, aufmerksam und vorausschauend im Blick auf die Bekämpfung von Krankheiten überall: die Malaria, das Dengue-Fieber, die HIV-Krankheit und die vielen anderen Krankheiten, die bei Menschen Leid verursachen und für etliche tödlich enden. Höre unser Rufen, o Gott:
G: Höre unser Gebet.

Heile unsere Selbstbezogenheit und unsere Gleichgültigkeit, wo wir uns nur dann sorgen, wenn wir selbst vom Virus oder anderem Leid getroffen sind. Eröffne uns Wege, aus unserer Zaghaftigkeit und Furcht hinaus, wenn unsere Nächsten für uns unsichtbar werden. Höre unser Rufen, o Gott:
G: Höre unser Gebet.

Stärke und ermutige die, die im Gesundheitswesen, in Praxen und Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und anderen Bereichen der Medizin arbeiten: Pflegende, Fürsorgende, Ärztinnen und Ärzte, Klinikseelsorgerinnen und -seelsorger, Mitarbeitende in Krankenhäuser – alle, die sich der Aufgabe widmen, für Kranke und ihre Familien zu sorgen. Höre unser Rufen, o Gott:
G: Höre unser Gebet.

Inspiriere die Forschenden, die an Impfstoffen, Medikamenten und der Herstellung medizinischer Ausstattung arbeiten. Gib ihnen Erkenntnisse und Weitblick. Höre unser Rufen, o Gott:
G: Höre unser Gebet.

Erhalte die Menschen, deren Arbeit und Einkommen durch Schließungen, Quarantänen, geschlossene Grenzen und andere Einschränkungen bedroht sind. Beschütze alle, die reisen müssen. Höre unser Rufen, o Gott:
G: Höre unser Gebet.

Leite die politisch Verantwortlichen, dass sie die Wahrheit sagen und danach handeln. Halte die Ausbreitung von Falschinformation und Gerüchten zurück. Hilf, dass Gerechtigkeit waltet, sodass allen Menschen auf der Erde Heil und Heilung erfährt. Höre unser Rufen, o Gott:
G: Höre unser Gebet.

Heile unsere Welt. Heile unsere Körper. Stärke unsere Herzen und Sinne. Und in der Mitte des Aufruhrs gib uns Hoffnung und Frieden. Höre unser Rufen, o Gott:

G: Höre unser Gebet. In deinen gnädigen Armen halte alle, die gestorben sind und die in dieser Zeit sterben werden. Tröste ihre Hinterbliebenen, tröste die, die verzweifelt sind. Höre unser Rufen, o Gott:
G: Höre unser Gebet.

Gedenke deiner Familie, der ganzen Menschheit, und deiner ganzen Schöpfung, in deiner großen Liebe.

G: Amen.

#Hoffnungslicht - wir machen mit

Es begann in der Katholischen Pfarrei St. Pankratius Oberhausen-Osterfeld. Jeden Abend um 19.00 Uhr sind die Menschen aufgerufen, eine Kerze deutlich sichtbar in ein Fenster zu stellen und gemeinsam das Vater unser zu beten.
Aus der kleinen Geste der Hoffnung ist inzwischen eine Welle geworden. Die deutsche Bischofskonferenz unterstützt die Aktion, ebenso das Bistum Trier. Auch das Dekanat Mayen Mendig und unsere Pfarreienhomepage stellen Texte, geistliche Impulse und Gebete zur Verfügung. 

Machen Sie mit! Setzen Sie ein Zeichen der Hoffnung in dieser schwierigen Zeit!