20 | 11 | 2017

Zeit im Jahreskreis

Die Zeit zwischen den beiden großen Festkreisen Ostern und Weihnachten bezeichnet die Kirche als die Zeit im Jahreskreis. Es ist der Alltag im Kirchenleben, der aber trotzdem nicht nur von der sonntäglichen Feier sondern von vielen weiteren Festtagen unterbrochen wird.

Beeindruckende Demonstration des christlichen Glaubens

Rund 500 Teilnehmer bei der Premiere der „neuen“ Fronleichnamsprozession.

An Fronleichnam gingen wir Katholiken hinaus auf die Straßen.
Eine Demo? Ja! Mit Sprechchören und Transparenten? Jein, nicht direkt! Aber doch kein Schweigemarsch. Lieder und Gebete waren zu hören. Und in der Mitte der Himmel! Wie bitte? Der Himmel? Ja, für uns der „Himmel auf Erden“. Unter einem Baldachin trägt der Priester ein goldenes Zeigegefäß mit einem kleinen Stückchen Brot. Für uns die entscheidende Wirklichkeit im Glauben: Jesus Christus, sein Leib, Brot für die Welt, unser Gott unter uns! Und das meint denn auch das alte deutsche Wort „Fronleichnam“, nämlich „lebendiger Leib des Herrn“. Mit dieser Frohen Botschaft können wir nicht hinterm Berg halten. Wenn es Fronleichnam nicht gäbe, man müsste es erfinden. Warum etwas verbergen wollen, was der Welt Glück ist?!

Weiterlesen: Beeindruckende Demonstration des christlichen Glaubens

Mariä Himmelfahrt

Mariä Himmelfahrt (15. August) ist eines der ältesten Marienfeste in der Kirche. Das Fest gedenkt der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel. In Bayern ist dieser Tag ein Feiertag.

Erntedank

Schon seit dem 3. Jahrhundert ist das Erntedankfest in der christlichen Kirche bekannt. Die katholische Kirche hat den Termin für das Erntedankfest auf den ersten Sonntag im Oktober festgelegt. An diesem Tag danken wir Gott für die gute Ernte und machen uns bewusst, dass die Ernte auch in unserer industriellen Gesellschaft nicht nur in der Hand des Menschen liegt. 
In vielen Kirchen findet man wunderschöne Erntedankaltäre, die mit Feldfrüchten, Obst, Getreide und Brot gestaltet sind.

Bilder von den Erntedankaltären unserer Pfarreinegemeinschaft

Oktober: Rosenkranzmonat

Er findet sich in vielen Häusern, unsere Kommunionkinder bekommen ihn heute noch genauso geschenkt wie früher, an manchem Rückspiegel im Innern von Autos sieht man ihn baumeln, junge Leute tragen ihn als Schmuckstück um den Hals, wieder andere nutzen ihn im ursprünglichen Sinne als Gebetskette: den Rosenkranz. Perlen - meist aus Olivenholz gefertigt  - weisen den Weg durch eine Gebetsreihung, die aus fünf Gesätzen besteht. Ein Gesätz umfasst jeweils ein „Vater Unser“, dem zehn „Gegrüßet seist du Maria“ folgen. Dabei lenkt das Mariengebet stets den Blick auf Ereignisse im Leben Jesu, z.B. auf seine Geburt oder auf seine Auferstehung, auf seine Wiederkunft. Das ständige Wiederholen will dabei nicht langweilen, sondern vertiefen. Wir Christen nennen das betrachten. Es soll uns mehr und mehr aufgehen, einleuchten, was Gott in Jesus Christus alles für uns getan hat.

Weiterlesen: Oktober: Rosenkranzmonat

Allerheiligen/Allerseelen

An Allerheiligen (1. November) gedenkt die Kirche nicht nur den offiziell heiliggesprochenen Menschen, sondern auch all denen, die ohne große Öffentlichkeit ihren Glauben gelebt haben. Ebenso wie an Allerheiligen werden an Allerseelen (2. November) von den Gläubigen Kerzen auf den Gräbern angezündet als Symbol für das ewige Licht.

St. Martin

Die Geschichte von St. Martin erzählt von einem römischen Soldaten der in der Stadt Tours seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. Martin war der erste Heilige, der nicht den Märtyrertod starb. Vielleicht würde heute keiner mehr diesen Heiligen kennen, gäbe es da nicht das Brauchtum an seinem Namenstag (11. November) mit bunten Fackeln durch die Straßen hin zu einem Martinsfeuer zu ziehen. 

Dies und Das