26 | 04 | 2018

Soziales Engagement der Firmlinge aus St. Clemens

„Alt trifft Jung“! Unter diesem Motto besuchte eine Gruppe Firmbewerber aus St. Clemens an zwei Nach­mitttagen das Caritas-Altenzentrum St. Johannes/St. Raphael in Mayen (besser bekannt unter der Bezeichnung „Klösterchen“). Nachdem der Kontakt über Frau Heike Becker hergestellt war, konnten die Termine koordiniert werden. Vor Ort informierte die Caritas-Mitarbeiterin Frau Föhr die jungen Besucher in einem Einführungsgespräch über grundlegende Dinge und wichtige Aspekte des respektvollen Umgangs miteinander. Anschließend nahm sie die Firmlinge mit auf den „Katzenberg“. Alle Stockwerke haben Bezeichnungen, mit denen die Bewohner Bekanntes assoziieren können, so wie z.B. „Grubenfeld“ oder eben „Katzenberg“. Nachdem sich die anfängliche Zurückhaltung auf beiden Seiten gelegt hatte, wurde erzählt, vorgelesen, gespielt oder manchmal einfach nur zugehört.

Beim zweiten Besuch hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, der Vorlesestunde von Frau Schilg bei­zu­wohnen, die den Bewohnern regelmäßig ehrenamtlich vorliest. Andere nutzten die Zeit, um unter fachkundiger Anleitung gemeinsam Herbstdekoration zu basteln. Besonders beim „Mensch ärgere dich nicht“ waren sowohl die Bewohner als auch die Firmlinge mit Freude und Spaß bei der Sache. Die Bewohner genossen die gelöste Atmosphäre und Abwechslung spürbar. So war der Austausch der Generationen für beide Seiten eine Bereicherung.

Als Vorbereitung auf ihre Firmung engagierten sich die Firmlinge aber auch in zahlreichen weiteren sozialen Projekten: Einige unterstützen die Bolivien-Kleidersammlung, indem sie beim Einsammeln der Kleidersäcke halfen. Andere warfen einen Blick in die Welt des Klosters Engelthal (bei Frankfurt/Main) und wurden dort von Schwester Caterina begleitet, die aus Mayen stammt. Manche sammelten Erfahrungen im Eine-Welt-Laden und informierten sich über Fairtrade oder besuchten die Behindertenwerkstätten der Caritas. Andere wiederum hospitierten in einem Mayener Kindergarten und bauten z.B. einen Parcours auf, bei dem die Kleinen einen Roller- oder Bobbycar-Führerschein machen konnten.

Bei all diesen unterschiedlichen Aktionen konnten die Firmbewerber viele Eindrücke und wertvolle Erfahrungen sammeln. Vielleicht ergibt sich daraus in Zukunft der Wunsch, ein Praktikum im Altenzentrum zu absolvieren. Das Seniorenheim freut sich auch immer über ehrenamtlich Tätige, die beispielsweise morgens den Bewohnern aus der Zeitung vorlesen.
Andrea Dahm