24 | 11 | 2017

Erstkommunion

Die Erstkommunionfeiern in unserer Pfarreiengemeinschaft finden in der Regel am ersten Sonntag nach Ostern "Weißer Sonntag" oder am darauffolgenden Sonntag statt.
Die  Kinder werden von den Hauptamtlichen der Gemeinde sowie von Katechetinnen/Katecheten (meist Eltern) auf das Sakrament vorbereitet. 

Der Weg der Kommunionvorbereitung in unserer Gemeinde hat einen ganz konkreten Namen: FAMILIENKATECHESE. Dieser Name klingt für Sie möglicherweise fremd. Doch es geht in der Familienkatechese um ganz handfeste, konkrete Anliegen. Bei der Feier der Kommunion geht es um Gemeinschaft - das bedeutet dieses lateinische Wort communio auf Deutsch. Weil man sich als einzelner Mensch nur schlecht auf Gemeinschaft vorbereiten kann, trifft Familienkatechese eine klare Entscheidung: Das Kommunionkind geht nicht alleine zur Kommunion, sondern geht mit der Gemeinde zur Kommunion, zu der auch Sie als Familie gehören!
Das Entscheidende an diesem Kommunionweg wird sein, dass sie als Eltern bei der Vorbereitung ihres Kindes eine zentrale Bedeutung haben.

Bild:Jana Katharina SchmitzSie begleiten ihr Kind auf diesem Weg! Was sie als Eltern zu Hause ihrem Kind vermitteln oder nicht, kann niemand ersetzen. Als Mutter oder Vater mit dem Kind Wege in die Beziehung mit Gott zu suchen und zu gehen, das ist Anliegen der Familienkatechese. Denn die Familie ist die grundlegende Gemeinschaft in der ein Kind lebt; sie ist die Basis–Gemeinschaft. Wir wollen versuchen, sie in der Begleitung ihres Kindes zu unterstützen.

Bei der Vorbereitung zur Erstkommunion treffen sich viele Menschen in verschiedenen Gemeinschaften bzw. Gruppen.
Es sind dies:

Die Gottesdienstgemeinde im Gottesdienst;
Die Eltern und das Kommunionkind im Familiengespräch;
Die Gemeinschaft der Eltern am Elternabend;
Die Gemeinschaft der Kinder in der Kindergruppe;
Die Gemeinschaft der Begleiter/innen in der Katechetenrunde;

Familienkatechese ist immer ein Netz von Gemeinschaften. Sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder setzen sich mit ihrem Leben und ihrem Glauben auseinander. Sie sprechen über sich und ihr Leben. Damit sprechen sie auch über ihren Glauben. Eltern und Kinder, Begleiterinnen und Begleiter entwickeln sich durch ihren gemeinsamen Kommunionweg in ihrem christlichen Leben und Glauben weiter und versuchen, das Geheimnis ihres Lebens tiefer zu verstehen.

Das Familiengespräch

Der zentrale Kern der Familienkatechese ist das Gespräch zu Hause in der Familie: das Familiengespräch. Durch dieses Gespräch bereiten sie ihr Kind wesentlich mit auf den Empfang der Kommunion vor. Wer Jesus war, was seine Botschaft für uns heute ist, was Brot und Wein beim Empfang der Kommunion bedeuten, das soll ihr Kind auch von Ihnen, den eigenen Eltern erfahren. Sie dürfen ihr Kind zur Eucharistiefeier begleiten. Als Mutter oder Vater sind sie für ihr Kind die wichtigsten Zeugen und Vermittler der Botschaft Jesu. Sie nehmen den ersten Platz in der religiösen Erziehung ihrer Kinder ein. Religiöse Erziehung ist das große Vorrecht der Eltern, aber auch eine Aufgabe und Herausforderung.

Die Elternabende

Vater oder Mutter begleiten ihr Kind auf dem Kommunionweg durch das gemeinsame Familiengespräch zu Hause. Indem sie regelmäßig zu einem Elternabend eingeladen sind, haben sie die Chance, sich mit anderen Eltern auszutauschen, Neues zu erfahren für ihr Leben und ihren Glauben.
Die Eltern machen sich gemeinsam neu Gedanken, was es bedeutet, in Beziehung mit Gott zu leben. Zusammen überlegen sie, wie sich das auf ihr eigenes Leben und ihr Leben als Familie positiv auswirken kann. Natürlich können sie hier auch Fragen und Zweifel im Blick auf Glauben und Kirche äußern.

Die Kindergruppe

Die Kommunionkinder treffen sich regelmäßig in einer überschaubaren Kindergruppe. Diese ist geprägt vom Charakter des Gesprächs, des Feierns und Spielens. Die Kinder können dort die Themen, die im Familiengespräch besprochen wurden, vertiefen. Eine Vertiefung kann sinnvollerweise nur dort geschehen, wo zu Hause von Ihnen schon ein Anfang gemacht wurde.

Die Begleitung

Keine Gemeinschaft der Familienkatechese ist auf sich selbst gestellt, sondern jede Gruppe wird begleitet. Mit seinen Erfahrungen ist somit niemand allein gelassen. Als Eltern begleiten Sie ihr Kind und in der Elterngruppe werden sie selbst begleitet.
Diese Begleitung ist keine Einbahnstraße, sondern ein wechselseitiger Prozess. Als Mutter und Vater werden sie auch durch ihr Kind begleitet: Dessen Ansichten, Fragen und Einsichten eröffnen ihnen oftmals einen neuen Blick für ihren eigenen Glaubens- und Lebensweg.
Grundgedanke dieser Begleitung ist: Wir helfen einander, unseren Glauben besser zu verstehen, und überlegen gemeinsam, wie wir ihm Ausdruck verleihen können. Die Begleiter einer Gruppe, u.a. Gemeindereferentin und Gemeindereferent sind wichtig, um Impulse zu geben, Gespräche anzuregen und zu moderieren. Die Katecheten der Kindergruppen treffen sich ebenfalls regelmäßig.

Gemeinde lebt auch von mir?

Kommunionkatechese will Eltern und Kindern einen Zugang zur Kommunion eröffnen. Kommunion meint sowohl die Gemeinschaft mit Jesus Christus im Mahl der Eucharistiefeier als auch Gemeinschaft mit der Gemeinde. Die zwischenmenschliche Erfahrung ist gleichsam die Voraussetzung dafür, Jesus und seine Botschaft vom Reich Gottes verstehen zu können. Daher sind sie, die Eltern, als aktive Wegbegleiter ihres Kindes durch niemanden zu ersetzen.
Der Kommunionweg ermöglicht ihnen die Erfahrung:
- Gemeinde lebt auch von mir -
Die Gespräche bei den Elternabenden können ein Anfang sein, dass Gemeinschaft entsteht. So wächst nicht nur der persönliche Glaube, die individuelle Sicht auf das Leben, sondern es wächst auch Gemeinschaft im christlichen Glauben. Wenn sie und ihre Kinder sich in den Gruppen treffen, dann entsteht Gemeinschaft unter Christen, auch in der Gemeinde.

Konkrete Erwartungen

Die Kinder treffen sich an zehn Nachmittagen.
Die Eltern sind zu vier Elternabenden eingeladen.
Die Kinder sollen sich bei Versäumnissen bei den Katecheten entschuldigen.
Die Kinder sollen den Kurs in allen Teilen mitmachen, dazu gehören:

  • Teilnahme an 10 Gruppenstunden
  • Mitfeier der sonntäglichen Gottesdienste

Mit dem Einführungsgottesdienst sind die Kinder zu den sonntäglichen Gottesdiensten eingeladen und übernehmen dort bestimmte Aufgaben.

  • Teilnahme an Aktionen, Kennenlernnachmittage, Sternsingeraktion
  • Teilnahme an einem gemeinsamen Wochenende in Maria Laach
  • Teilnahme an den religiösen Feiern und Proben
  • Außerdem wird nach dem Gottesdienst der Kirchenraum und seine Umgebung, die liturgischen Bücher und Gewänder und der Ablauf der Heiligen Messe erklärt.
  • Das Vater unser und das Glaubensbekenntnis sollten die Kinder am Ende der Vorbereitung auswendig sprechen können.(siehe Einlegeblatt)

Kosten

Kosten entstehen für das Wochenende in Maria Laach und für Material wie Bücher, Kerzen usw.  Sollten sich Schwierigkeiten damit ergeben, findet sich immer ein Weg. Am mangelnden Geld wird die Teilnahme an der Kommunionvorbereitung und an der Erstkommunion von Seiten der Kirche nicht scheitern. 

Evelyne Schumacher, Gemeindereferentin

Dies und Das