25 | 09 | 2017

St. Silvester

 

 

Vikare/Pfarrer:
1939 - 1947 Sebastian Schlink
1947 - 1950 Josef Ohlig
1950 - 1953 Franz Bolik
1953 - 1957 Felix Schaedler
1957 - 1987 Konrad Kowollik
1987 - 1990 Helmut Schmidt
1990 - 1996 Johannes Knepper
1997 – 2011 Dietmar Heid
seit 2011      Matthias Veit

St. Silvester in Hausen ist wahrscheinlich als grundherrschaftliche Eigenkirche des Stiftes St. Gereon in Köln zur selbständigen Pfarrkirche (mit Betzing als Filiale) aufgestiegen, wurde aber 1805 bei der Neuordnung der Pfarrorganisation in der französischen Übergangszeit und der Zeit der Zugehörigkeit zum Bistum Aachen der Pfarrei St. Clemens in Mayen eingegliedert. Erst im Zusammenhang mit der Untergliederung von St. Clemens wurde auch in Hausen am 11. Februar 1939 eine Vikarie ohne eigene Vermögensverwaltung, aber mit eigenem Taufstein eingerichtet, die am 15. Juli 1948 schließlich zur selbständigen Kirchengemeinde mit eigener Vermögensverwaltung und unter Ausscheidung aus der Steuergemeinschaft mit St. Clemens erhoben wurde. Filialen sind Betzing, der Wohnplatz Mosellaschacht und verschiedene Mühlen an der Nette.

Die im Mittelschiff noch romanische Kirche (Pfeilerbasilika, Ende 12. Jahrhundert) erhielt um 1330/40 einen gotischen Chor mit deutlichem, aus der Zugehörigkeit zu St. Gereon leicht erklärbarem Einfluss; der Kölner Hochgotik (Weihe des Kölner Domchores 1322) und gehört insbesondere wegen der Innen-, wie Außenarchitektur dieses Chores zu den markanten kirchlichen Baudenkmalen der heutigen Stadt Mayen. Die Kirche wurde 1932 durch die behutsame Anfügung von zwei Seitenschiffen durch den nachmaligen Kölner Dombaumeister Willy Weyres erweitert und hat noch eine Flachdecke. Zu nennen ist auch eine große Christophorusdarstellung als Wandgemälde und eine Skulptur des hl. Papstes Silvester (18. Jahrhundert, neuere Erwerbung?), die auch an den Pferde­ Umritt und die Pferde-Segnung am Silvestertag (31. Dezember) erinnert, einen freilich erst jungen religiösen Volksbrauch in Hausen. Der moderne Altar wurde 1979 errichtet.

entnommen aus: "Die Geschichte von Mayen" Beitag von Franz-Josef Heyen