24 | 11 | 2017

Nightfever in Herz Jesu

Über 1 Million Jugendliche - zahlreiche Angebote - ein Papst - drei Städte - ein Land. Die Kirche in Deutschland feiert mit der Welt den Weltjugendtag. Und dann plötzlich ist alles im September 2005 vorbei. Keine großartigen Angebote mehr. Jugendarbeit rückt mehr und mehr in den Hintergrund und die großartigen Erfahrungen werden zu einem Erlebnis der Vergangenheit. So sahen zumindest die Aussichten aus. Aber eine Gruppe aus Bonn und Köln gab sich mit solchen Aussichten nicht zufrieden. Sie wollten mehr! Sie wollten einen Raum schaffen wo Jesus im Sakrament des Altares und im Sakrament der Beichte hautnah bleibt, wie er für sie alle im Weltjugendtag erfahrbar, ja greifbar war. So ist „Nightfever“ entstanden. Es begann mit der Sehnsucht.Diese Sehnsucht drückt sich mittlerweile in 21 Ländern der Erde durch „Nightfever“ immer wieder aus. Ein Teil dieser Bewegung wurden auch wir. Die Herz Jesu Kirche ist zu einem solchen Ort der Gottesbegegnung geworden. Beim Ewiggebet sind wir mit Gott durch Nacht und Tag gegangen. Jugendliche aus der Pfarreiengemeinschaft haben mit Hilfe des Seelsorge Teams kreativ den Kirchenraum gestaltet und mit ihre Spiritualität geprägt. Es war nicht „nur“ Anbetung und Beichtgelegenheit. Beim „Nightfever“ in Mayen haben die Jugendlichen durch Musik und Altargestaltung die Nacht mit ihrer Spiritualität geprägt. Dechant Veit war über ihren Mut und ihr Glaubenszeugnis angetan, denn unsere Jugendlichen sind auf dem Kirchenvorplatz und durch den Markplatz auf Fußgänger allen Alters zugegangen, um sie mit einer Kerze in die Kirche einzuladen. Anerkennend stellte Dechant Veit fest: „Dunkelheit und Kälte hielten sie nicht ab.“ 

Als die Besucher in die kerzenbeleuchtete Kirche eintraten, fielen ihre Augen als erstes auf die Monstranz. Die Figuren um den Altar zeigten auf Jesus im Sakrament und drückten Lobpreis und Freude aus. Um die geschenkte Kerze anzünden zu können, mussten die Besucher nach vorne zum Altar gehen. Dort wartete ein Wort der Ermutigung aus der Hl. Schrift auf sie und ein Kasten, in dem sie ihre Gebetsanliegen loswerden konnten. Unsere vier indischen Schwestern werden unsere Anliegen in ihrem Gebet einschließen, denn dort wo das Ewige Gebet aufhört, beginnt die Arbeit der Schwestern.

Sr. M: Gina Nuculaj CSJ

 

Dies und Das