22 | 07 | 2017

02.10.2014 - 3. Vollversammlung - 1. Tag

So ändern sich die Zeiten –  3. Vollversammlung im ehemaligen Industriewerk

Heute sagt man Eventhalle dazu, zum sog. E-Werk in Saarbrücken. Ehemals war diese Location die Elektromotorenzentrale eines Eisen- und Stahlwerks im Saarbrücker Stadtteil Burbach. Ein Monument aus vergangenen Zeiten, eine stilvoll renovierte Industriehalle, die ihre Tore öffnet für Konzerte, Theateraufführungen und Ausstellungen, und Anfang Oktober eben auch für die Trierer Bistumsynode. Wo vor Jahrzehnten die Motoren dröhnten wurde jetzt gebetet und gesungen. So ändern sich die Zeiten!

Bischof Stephan eröffnete die 3. Vollversammlung. Noch einmal beschrieb er die Aufgabe der Synode: Sich auf veränderte Zeiten einzustellen, eine Richtungsanzeige für die Kirche von Trier zu machen und einer erneuerten Praxis den Weg zu bereiten. Die Mitglieder aller 10 Sachkommissionen und auch Gäste waren anwesend. Ausgehend vom Tagesevangelium und dem Jesus-Wort „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder“ nannte er drei kindliche Haltungen, mit denen wir in die 3. Vollversammlung hineingehen sollten: Vertrauen, Selbstbewusstsein und Neugierde.

Viel Beachtung und auch Beifall fand die Begrüßungsrede der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, die die Notwendigkeit unterstrich sich als Kirche den drängenden Themen der Zeit anzunehmen. Bzgl. ihrer Erwartungen an die Synode sagte sie: „Wir brauchen nicht ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann (eine Hochglanzbroschüre), sondern das sich leben lassen kann.“

Marktplatz der Sachkommissionen 

Dann wurde präsentiert. Jede Sachkommission hatte ihren „Info-Stand“ in der Halle aufgebaut. Schaubilder waren zu sehen, beschriftete Plakate. Wie auf dem Marktplatz ging es zu. Synodale gingen hin und her. Man konnte sich informieren. Nachfragen. Diskutieren. Notizen machen. Seit der letzten Vollversammlung im Mai hatten sich die Synodalen in ihren Sachkommissionen Gedanken zu ihren Themen gemacht. Die galt es jetzt wahrzunehmen und Anregungen für die eigene Sachkommission aufzuschnappen. Bunt und vielfältig waren die Eindrücke. Schnittstellen wurden erkennbar. Ich ertappte mich bei einer Befürchtung mit der ich vielleicht nicht alleine war: Auweia, was haben wir da angefangen? Übernehmen wir uns nicht? Wie soll man das alles unter einen Hut bringen? Aber Halt! Wie lautete noch mal die Empfehlung von Bischof Stephan: Vertrauen, Selbstbewusstsein und Neugierde! Nichts sonst. Wie konnte ich nur so vergesslich sein!?

Bischof Stephan eröffnet die 3. Vollversammlung der Synode im E-Werk in Saarbrücken  Auf diesem "Marktplatz" werden nicht Obst und Gemüse gehandelt, sondern Themen ausgetauscht. Es entwickeln sich lebhafte Gespräche.
 
Jede Sachkommission hat einen Stand, an dem sie ihre Arbeit präsentiert.  Wie heißt im Saarland das Motto nach getaner Arbeit? Richtig:
"Hauptsach gudd gess!"