21 | 09 | 2017

Prinz Michael II und viele Jecke in der Vorabendmesse in Herz Jesu

 

Sie ist in Mayen schon eine gute Tradition, die karnevalistische Vorabendmesse in Herz Jesu.
Ein buntes Bild bot sich in der Kirche, kostümierte und nicht kostümierte Kinder und Erwachsene drängten sich in den Bänken. „Manche haben 52 Wochen auf diesen Gottesdienst gewartet“, begrüßte Dechant Veit die bunte Jeckensschar. „Und wir dürfen uns freuen“, erklärte er weiter, denn die Kirche verkündet das Evangelii Gaudium, die Freude des Evangeliums, wie Papst Franziskus es in seinem Schreiben nennt".

Übervoll war die Kirche als Dechant Matthias Veit und Pastor Willi Weber mit den Messdienern unter den Klängen der Feuerwehrkapelle in die Kirche einzogen, gefolgt von Prinz Michael II, seinem Gefolge und den Mitgliedern der Mayener Karnevalsvereine.

Ein Mix aus alten bekannten Liedern, neuen Liedern und traditionellen Fastnachtsliedern luden zum Mitsingen, Klatschen und Schunkeln ein. Die Begleitung übernahmen Marcus Breitenauer an der Orgel und die Feuerwehrkapelle.

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Die Texte, Lesung, Evangelium auch das "Vater unser" wurden vom bewährten Team Seul/Weingart in Mayener Mundart übersetzt und auch vorgetragen.

Pastor Weber predigte, über den Artikel 4 des Kölschen Grundgesetz: "Wat fott es, es fott", und das, wie nur er es kann, auf Kölsch. Humorvoll übte er Kritik an den hohen Ausgaben der Bischöfe. Er stellte hierbei die Verbindung zum Evangeliumstext her (Lukas 18,25) und  erklärte den Gottesdienstbesuchern, dass das Wort des Evangeliums „Denn eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt" nicht nur für die Bischöfe, sondern auch für jeden Christen gilt. Mit lautem Beifall bekundeten alle ihre Zustimmung.

Vor dem Schlusssegen sang der Prinz mit seinem Gefolge sein Karnevalslied. Prinz Michael zeigte sich überwältigt von der Messe. „Der Fastnachtsgottesdienst war sehr emotional und hat mich sehr beeindruckt, bedankte er sich bei Dechant Veit und Willi Weber. Die Mischung aus Fröhlichkeit, Ernsthaftigkeit, Gebeten und Liedern sei für ihn immer wieder ein besonderes Erlebnis.
Bilder und Text: G. u. G. K.