25 | 11 | 2017

Wasserströme in der Wüste

Weltgebetstag der Frauen am 7. März 2014

Der Weltgebetstag ist eine wundervolle Feier – jedes Jahr am ersten Freitag im März. Viele Frauen waren der Einladung der kfd Clemens in die Clemenskirche gefolgt zum diesjährigen Gebetstag, vorbereitet von einer konfessionsübergreifenden Frauengruppe aus Mayen.

Im Jahr 2014 nahm der Weltgebetstag Ägypten in den Blick. 


Ägypten gehört zu den wasserärmsten Ländern der Welt – es regnet selten und es gibt nur geringe Grundwasservorräte. 95 Prozent des Landes sind Wüste, weniger als vier Prozent der Fläche können landwirtschaftlich genutzt werden. Diese vier Prozent gehören zu den am dichtesten besiedelten Regionen der Erde. Der Nil ist die zentrale Wasserquelle des Landes.

Dieses Bild des Nils, der durch die Wüste fließt und fruchtbaren Schlamm auf die Felder des Deltas spült, war die nächstliegende Assoziation, die die diesjährige Losung hervorbrachte. Sie lenkte unseren Blick auf die vielschichtigen Schwierigkeiten, mit denen Frauen und Mädchen in Regionen mit knappen Ressourcen zu kämpfen haben. Der Blick führte uns auch in andere Erdteile, in denen Frauen sich in ähnlichen Situationen befinden. In der biblischen Auseinandersetzung „Die Frau am Jakobsbrunnen“ aus dem Johannesevangelium, spürten wir gemeinsame Wurzeln auf.

Auch wenn für viele Beobachter angesichts der gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen am Nil seit 2012 das letzte Kapitel der Kirchen und des Christentums in Ägypten aufgeschlagen zu sein scheint, so lassen die vielen Impulse über Kirchengrenzen hinweg aber auch hoffen, dass das Christentum an einer seiner Quellen nicht versiegen wird.

 Evelyne Schumacher für die kfd Clemens