17 | 12 | 2017

Gedanken zum Advent

„Wir sagen euch an den lieben Advent.“ – Mit diesem Lied begrüßen wir unser neues Kirchenjahr in der Adventszeit. Was ist der Advent? Er bedeutet die Ankunft des Herrn. Wir Christen warten auf die Geburt Jesu Christi. In dieser Zeit möchten wir uns mit vollem Herzen vorbereiten, damit der menschgewordene Gottes Sohn auch in unserem Herzen geboren wird.

Wie habe ich als ein Bauernsohn in einem 1200 Einwohner Dorf meine Adventszeit erlebt? Als Kind und Jugendlicher war mein Tagesablauf fast immer gleich. Montags bis freitags ging ich zu Fuß in die etwa 8km entfernte Schule. Nach dem Ganztagsunterricht und dem Schulweg nachhause, der ca. 1 Std. dauerte, spielte ich dann draußen mit anderen Kindern  bis es dunkel wurde. Sobald die Kirchenglocke zum ersten Mal läutete, rannte jedes Kind nach Hause, um sich sauber zu machen. Beim zweiten Läuten der Kirchenglocke gingen wir alle zum Abendgebet in die Kirche unseres Dorfes, die auch eine Filialkirche ist. Es war üblich, dass fast alle Bewohner des christlichen Viertels täglich in die Kirche gingen. Zusätzlich versammelten sich die Ältesten (ab 60 Jahren) jeden Morgen um 5 Uhr in der Kirche zum Morgengebet. An sie habe ich auch gedacht, als ich zum ersten Mal die Roratemesse hier in Mayen mitgefeiert habe.

Sonntags machten wir uns alle auf den Weg zu Fuß in die 8 km entfernte Pfarrkirche um dort die Heilige Messe mitzufeiern.
Das tägliche Gebet begleitet mich bis heute. Ohne mein Morgengebet kann ich den Tag nicht beginnen und fühle ich mich nicht wohl und auch nicht sicher.

Über die Adventszeit in der Kindheit kann ich nur wenig berichten, da es den Advent mit seinen Symbolen und Feiern wie ich ihn hier in Deutschland erlebe in meiner Heimat so nicht gibt.
Als Jugendlicher erlebte ich, dass die Christen sich in der Stadt anders auf Weihnachten vorbereiten als im Dorf. In der Stadt ging man als Chorgruppe in die Häuser um durch das Singen von Liedern die Ankunft des Herrn zu verkünden.
Im Dorf beschäftigten sich die Menschen meisten mit ihren Reisfeldern, denn in der Adventszeit reifen die Reiskörner. Sie beteten, um eine gute Ernte zu bekommen und verbrachten viel Zeit auf den Feldern.
Gut erinnern kann ich mich allerdings noch daran, dass in der vierten Adventswoche der Küster uns Kinder zusammengerufen hat um gemeinsam mit ihm die Krippe zu bauen.

Ich möchte an dieser Stelle den Mitchristen danken, die sich Jahr für Jahr Zeit nehmen in unserer Pfarreiengemeinschaft für den Aufbau der Krippen zu sorgen.

Liebe Mitchristen, Jesus wird in unserem Herzen geboren, wenn wir uns in den kommenden vier Wochen Zeit nehmen, unsere gute Bräuche (Adventskranz, Rorate, Haltestelle im Advent, Weihnachtsmarkt, …) bewusst zu (er)leben.

Ich wünsche Ihnen allen eine gute besinnliche Adventszeit.
Gem. Ref. Arulandu Paulraj

Sonntagsgottesdienste
St. Johann
So, 17. Dez. 2017 - 09:00 Uhr
Alzheim
So, 17. Dez. 2017 - 10:30 Uhr
Kürrenberg
So, 17. Dez. 2017 - 10:30 Uhr
St. Clemens
So, 17. Dez. 2017 - 10:30 Uhr
St. Veit
So, 17. Dez. 2017 - 18:00 Uhr
St. Veit
Sa, 23. Dez. 2017 - 17:00 Uhr
Alzheim
Sa, 23. Dez. 2017 - 18:00 Uhr
St. Johann
Sa, 23. Dez. 2017 - 18:30 Uhr

Adveniat

Dies und Das

Pinwand

Auf unserer "Pinwand" veröffentlichen wir Plakate aus der Pfarreiengemeinschaft. Einige führen durch anklicken zu weiteren Informationen.